Standart CMOS Setup

Date
Hier stellen Sie das korrekte Datum ein. Dieses wird dann von der akku- oder batteriegepufferten Echtzeituhr übernommen.Dies sollten Sie unbedingt erledigen, denn ansonsten arbeiten DOS und Windows mit einem verkehrten Datum.

Time
Hier stellen Sie die korrekte Uhrzeit ein. Dies sollten Sie unbedingt erledigen, denn ansonsten arbeiten DOS und Windows mit einer verkehrten Uhrzeit.Vor allem auch wichtig, wenn Online-Banking-Software die Echtzeituhr/Uhrzeit als Plausibilitätskriterium abfragt.

Drive A / B
Die Diskettenlaufwerke tragen Sie unter diesem Punkt ein

Hard disks
Technisch korrekt sind hier die Bezeichnungen für die verschiedenen Festplatten. "Primary Master" ist hierbei die Masterplatte am ersten Festplattenkabel der Hauptplatine und "Secondary Master" die Masterplatte am zweiten Festplattenanschluß (Enhanced-IDE stellt im Grunde zwei Controller für jeweils zwei Geräte bereit). Tragen Sie hier nur Festplatten ein, andere Enhanced- IDE Geräte wie CD-ROM kommen hier nicht zum Tragen. Wichtig auch hier der "Mode"-Eintrag, bei dem Sie für jede Festplatte einzeln die Art der Adressierung einstellen. Die Daten können dem Datenblatt der Festplatte entnommen werden. Oder sie werden unter dem Punkt

DIE HDD AUTO DETECTION

vom Bios automatisch ermittelt und übernommen.

Hard Disk Type 47 RAM Area
Wenn Sie beim Festplatten-Setup im BIOS einen eigenen Festplattentyp eintragen, müssen diese Daten eventuell irgendwo im Speicher untergebracht werden. Sie erkennen dies daran, daß Ihr BIOS über die Options-Zeile »Hard Disk Type 47 Area« verfügt. Im AMI-BIOS kommen hier beispielsweise die Optionen »DOS 1KB« oder »0:300« in Frage. Erstere bewirkt, daß die Festplattendaten im DOS-Speicherbereich untergebracht werden, es geht 1 KByte für DOS verloren. Letztere sorgt dafür, daß die Daten ab Adresse 300 abgelegt werden. Tückischerweise besteht hier Kollisionsgefahr: Die meisten Soundkarten richten ihren MIDI-Port an dieser Adresse ein! Gegebenenfalls müssen Sie also eine Soundkarte umkonfigurieren, um den 300er-Bereich freizumachen, oder 1 KByte vom DOS-Speicher opfern.

TYPE =Steht dieser Eintrag auf "Auto", dann liest das BIOS beim Booten die Festplattenparameter aus und trägt die Konfiguration ein.
In den folgenden Spalten steht bis auf "Mode" alles auf "0".
Bei Uralt-Platten kann der Eintrag "User" erforderlich werden, wobei man dann auch die restlichen Parameter einem hoffentlich noch vorhandenen Manual entnehmen muß.
Im Normalfall gibt es 46 vorgegebene Parametersätze, die eben vor allem bei uralten MFM- und RLL-Festplatten zum Tragen kommen.
Bei Eintrag "None" hängt keine Festplatte am Port. Diese Einstellung ist auch dann vorzunehmen, wenn ein SCSI-Laufwerk samt passendem Controller, aber keine (E)IDE-Festplatte im System ist. Der SCSI-Controller/Adapter verfügt in der Regel über ein seperates SCSI-BIOS, das die Parameterverwaltung des Laufwerkes / der Laufwerke übernimmt.

SIZE =Die vom BIOS errechnete Festplattenkapazität. Bei BIOS-Versionen vor 1996 und größeren Platten ab 1 GB stimmen diese Werte manchmal nicht.
Der Wert dient nur der Information und kann nicht geändert werden.

CYLS =Zylinder, physikalische Größe der Festplatte. Bei BIOS-Versionen vor 1996 und größeren Platten ab 1 GB stimmen diese Werte meistens nicht.
Dient zur physikalischen Ansteuerung, kann vom BIOS anders interpretiert werden (je nach BIOS-Version / Datum kann dieser Parameter anders ausgelegt werden, um die gegebenen Grenzwerte einzuhalten -> Beschränkung WIN95-A -> 2GB pro Partition).

HEAD =Anzahl der Schreib- Leseköpfe der Festplatte.
Dieser Wert braucht nicht mit den tatsächlich physikalisch vorhandenen Köpfe übereistimmen. Wie unter CYCLS beschrieben setzt das BIOS diesen Parameter aus Kompatibilitätsgründen auf einen Wert, der dann den "logischen" Köpfen entspricht.

PRECOMP = Hier wird die Spur angegeben, ab der die sogenannte Write-Precompensation greifen soll. Bei modernen Festplatten mit LBA-Modus kommt hier der Wert "0" hin, denn die Festplatte stellt den Wert von alleine ein.

LANDZ = landzone: Die Spur auf der Festplatte, auf der die Köpfe geparkt werden wenn der Motor der Festplatte abgeschaltet wird. Aktuelle Festplatten (z.B. Deine) ignorieren diesen Wert jedoch und parken dort, wo der Hersteller es vorgesehen hat. Also ein Relikt aus vergangenen PC-Tagen.

SECTOR: Hier wird die Anzahl der Sektoren pro Spur eingetragen.

MODE = Diese Einstellung bestimmt, wie das BIOS die in den vorhergehenden Spalten gesetzten Parameter interpretiert.
Diese "Übersetzung" der aufgelisteten Parameter gibt die tatsächliche physikalische Ansteuerung der Festplatte durch das BIOS an, wobei eben die einzelnen Parameter durchaus vom Manual abweichen können.
Bei modernen Festplatten sollte hier "LBA" für logical block addressing stehen.

Drive A / B
Die Diskettenlaufwerke tragen Sie unter diesem Punkt ein.
"1,44MB, 3,5in." steht für die gängige 3,5-Zoll-Floppy.
"1,2MB, 5,25in." steht für die ältere 5,25-Zoll-Floppy. Diese können auch noch kleinere Kapazitäten als 1,2 MB besitzen.

Floppy 3 Mode Support
Dieser Modus ist für Deutschland und Westeuropa nicht aktuell => hat "disabled" zu sein.
Gilt eigentlich nur für Anwendungen im asiatischen Raum, besonders in Japan.

Video
Bei aktuellen Systemen steht hier "EGA/VGA" für Grafiksystem.
In frühen PC-Tagen gab es Monochrom (z.B. Hercules)- und CGA-Video-Karten, die dank anderem Adreßbereich in geänderten Modus angesteuert werden mußten.

Halt On (Fehlerbehandlung)
Im AWARD-Standard-CMOS-Setup-Menü und im AMI-Standard-Setup finden sich Optionen, um auftretenden Fehlern entgegenzuwirken.
AWARD-BIOS: Die Tabelle unten zeigt die Optionen mit denen sich dem »Error halt« begegnen läßt. Generell empfiehlt es sich, die Option »no errors« zu wählen, um über jegliche Probleme informiert zu werden.
Interessant für alle, die einen PC ohne angeschlossene Tastatur hochfahren wollen, ist »All but keyboard«. Damit läßt sich beispielsweise verhindern, daß Fremde bei einer Präsentation oder einer Ausstellung am PC herumwerkeln können.
AMI-BIOS: Hier gibt es weniger Optionen zur Fehlerkorrektur (abhängig von der BIOS-Version) als bei AWARD. Entweder Sie finden eine »Halt on error«-ähnliche Option im Extended Setup, oder Sie können im Standard-Setup lediglich über »Keyboard: Installed / not installed« bewirken, daß der PC auch ohne Tastatur hochfährt.

Error-Option

Wirkung

No errors Jeglicher auftretender Fehler wird ignoriert.
All errors BIOS unterbricht den Bootvorgang bei jedem auftretendem Fehler und gibt eine Meldung aus.
All but keyboard Anhalten bei jedem Fehler außer Tastaturfehler.
All but diskette Anhalten bei jedem Fehler außer Diskettenfehler.
All but disk/key Anhalten bei jedem Fehler außer Disketten und Tastaturfehler.

Memory (reine Info)
Das System informiert, wieviel Hauptspeicher gefunden wurde
Das erste MB teilt sich in 640 KB "Base Memory", die restlichen 384 KB sind "Other Memory"

(bei 1 MB = 1024 KB).

Zusammen mit "Extended Memory" ergibt sich somit unter "Total Memory" der dem System zur Verfügung stehende Gesamtspeicher.