Chipset Features Setup

Bus-Einstellungen
An dieser Stelle spalteten sich die aktuellen PCs in zwei Gruppen:
PCI und VESA Local Bus.Der VLB ist zwischenzeitlich ausgemustert worden.
Bei einem PCI-Bus ist der Bustakt vorgegeben. Er läßt sich bestenfalls per Motherboard-Jumper umstellen, was für die Praxis allerdings keinen Sinn macht.
Eine Bus-Optimierung über das BIOS ist prinzipiell nur bei VESA-Local-Bus-Rechnern möglich. In einer Setup-Zeile, die sich »Local Bus Timing« oder ähnlich nennt, stellen Sie ein, wie das Verhältnis von externem CPU- zu Bustakt aussieht.
Hier gilt als Faustregel: Der AT-Bus-Takt sollte ein Viertel des externen CPU-Takts betragen.
Bedenken Sie, daß ein 66-MHz-486er (DX2) intern mit Taktverdoppelung arbeitet. Sein externer Takt beträgt folglich 33 MHz. Praktischerweise lassen es die meisten BIOS beim Einstellen des Takts zu, direkt »0,25 CPU-Clock« einzutragen, andernfalls müssen Sie den Zahlenwert eintragen, der einem Viertel Ihres externen CPU-Takts entspricht. Ein Erhöhen des Takts darüber hinaus führt in der Regel zu Systeminstabilität.
Eine Reduzierung ist nur dann ratsam, wenn »uralte« AT-Bus-Steckkarten im PC dies erforderlich machen.

Auto Configuration
Das Aktivieren von »Auto configuration« bewirkt, daß sich das BIOS automatisch um die Einstellung der Zugriffszeiten kümmert. Wer keine Systeminstabilität riskieren will, sollte von dieser Option unbedingt Gebrauch machen. Wird hier "disabled" und die folgenden Timingwerte sind zu knapp bemessen, riskiert man "Abstürze".

DRAM Timing
Diese Option ist offen bei AUTO CONFIGURATION "disabled".
Sie richtet sich nach den verwendeten Speicherchips mit 60 oder 70 ns, gilt also für neuere DIMM-Plätze mit SGRAM unter 12ns nicht mehr.
Sollten z.B. bei Einstellung "60 ns" häufig Speicherfehler auftreten, kann man hier "70 ns" einstellen. Es werden dann beim Speicherzugriff einfach mehr Wartezyklen eingeschoben, was natürlich zu einem geringen Geschwindigkeitsverlust führt.

DRAM R/W Leadoff Timing
External Cache WB/WT bei älteren BIOS-Versionen!
Dieser Menüpunkt regelt das Verhalten des Second-Level Cachespeichers. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Bei WriteThrough (WT) wird der Cache nur als Lese-Cache verwendet. WriteBack (WB) ermöglicht das Cachen auch bei Schreibzugriffen. Kommt es hier zu Fehlern / Abstürzen, fehlt auf Ihrer Hauptplatine womöglich das Dirty-Tag-RAM. In diesem Fall müssen Sie den WriteBack wieder ausschalten.

DRAM Write Burst Timing /DRAM Write Burst bei älteren BIOS-Versionen!
Der "Write Burst" besagt, daß mehrere Bytes auf einmal in den Speicher geschrieben werden. Stellen Sie auf kleine Faktoren bzw."Enabled".

DRAM Write WS bei älteren BIOS-Versionen!
Die Hauptplatine muß häufig auf die RAMs warten. Zu diesem Zweck dienen die Wait-States (Wartezyklen). Je weniger Zyklen desto schneller wird auf den Speicher zugegriffen. Stellen Sie hier zunächst 0 Wartezyklen ein. Treten Probleme mit dem Speicher auf, erhöhen Sie sie Schritt für Schritt bis die Probleme verschwinden.

DRAM-EinsteIIungen optimieren
Sowohl im AMI- als auch im AWARD-BIOS finden sich Optionen, in denen die Zugriffszeiten und Wartezyklen für RAM-Zugriffe geregelt werden.
Im AWARD-BIOS finden Sie dazu folgende Zeilen (bei AMI werden ähnliche Bezeichnungen verwandt):
DRAM RAS# Precharge Time : 4
DRAM R/W Leadoff Timing : 6/7
DRAM RAS to CAS Delay : 3
DRAM Read Burst Timing : x333
DRAM Write Burst Timing : x333

Die DRAM-Einstellungen im Setup beziehen sich auf den installierten Speicher.
In der Regel sind die Default-Einstellungen richtig. Manipulationen können tückisch sein:
Unter Umständen steigern sie zwar die DRAM-Leistung, ruinieren allerdings die Stabilität. Notieren Sie auf jeden Fall die voreingestellten Werte, bevor Sie Änderungen durchführen.
Dies gilt bereits für die erste DRAM-Option »DRAM RAS#«.
Hier wird festgelegt, wie viele CPU-Clocks sich auf ein Refresh des DRAM auswirken sollen.
Steht zu wenig Zeit zur Verfügung, wird der RAM-Refresh nur teilweise ausgeführt, was zum Verlust darin befindlicher Daten führen kann. Die Default-Einstellung von vier Clocks sollte beibehalten werden.

»DRAM R/W« stellt die Anzahl an CPU-Clocks ein, die vor Schreib-/Lesevorgängen auf das DRAM zulässig sind.
Die beiden »DRAM R/W«-Parameter (read/write) stehen für Taktzyklen vor Lese-/Schreibzugriffen. Auch hier sollte die Default-Einstellung beibehalten werden.
Ebensowenig ist es ratsam, das »DRAM RAS to CAS Delay« zu verändern.

Ein interessanter Spielraum ergibt sich bei den beiden letzten Optionen.
Je geringer die n-n-n-n-Timing-Raten für RAM-Schreib- und Lesevorgänge eingestellt werden, desto schneller findet der Datenverkehr mit dem RAM statt. Versuchen Sie testweise, die vorgegebenen Werte zu reduzieren - treten Probleme auf, sind die alten Werte wiederherzustellen. In der Regel empfiehlt es sich bei Standard-RAM, das Timing auf 3-3-3-3 zu belassen. Bei EDO-RAM sieht das anders aus.

EDO-RAM-Einstellungen optimieren

Moderne Pentium-Motherboards lassen gleichermaßen die Installation von EDO- und Standard-Speichermodulen zu (jeweils nach Bänken »getrennt«, Mischbetrieb in einer Bank ist nicht möglich!).
Bei einem Board mit Triton-Chipsatz und AWARD-PCI-BIOS finden Sie im Setup beispielsweise folgende Optionen für die RAM-Einstellung:
Auto configuration : »enabled/disabled«
DRAM Read (Burst) Timing EDO/FPM: x222/x333
DRAM Write (Burst) Timing : »x333«
RAS to CAS Delay : »3T«
DRAM Leadoff Timing : »7T«
Das Aktivieren von »Auto configuration« bewirkt, daß sich das BIOS automatisch um die Einstellung der Zugriffszeiten kümmert. Wer keine Systeminstabilität riskieren will, sollte von dieser Option unbedingt Gebrauch machen. Den kleinen Unterschied zwischen EDO- und Standard-RAM zeigt die zweite Zeile:
EDO/FPM (es kann anstelle von FPM= FAST PAGE MODUS auch STD= STANDARD stehen) steht hier für EDO- und Standard-RAM, das Lese-Timing kann für beide Speichertypen getrennt eingestellt werden (»x222x333«).
Hier sehen Sie, daß das EDO-RAM bei Lesevorgängen schneller ist als Standard-RAM (daher das schneller Zugriffstiming »x222«>.
Bei Pentium-PCs ist für Standard-RAM die Einstellung »x3333« in der Regel optimal, für EDO-RAM gilt »x2222«. Ist Ihr PC anders eingestellt, probieren Sie diese empfehlenswerten Standardwerte einmal aus.
Bei Schreibvorgängen bringt EDO-RAM keinen Geschwindigkeitsvorteil:
Entsprechend findet sich im Setup auch nur eine gemeinsame Zeile für EDO- und Standard-RAM: »DRAM Write Timing: x333«.

Turbo Read Leadoff
Um Lesefehlern auch durch Timingproblemen zu begegnen, sollten Sie hier "Disabled" wählen.

DRAM Speculative Leadoff
Moderne Prozessoren errechnen vor Eingabe eines Befehls/Anweisung durch Programm schon den nächsten auf Basis der Wahrscheinlichkeit, er "spekuliert". Also rechnet er schon in Richtung der wahrscheinlich folgenden Anweisung.
Kommt jedoch jetzt eine abweichende Anweisung, hat er Rechenleistung vertan, leichte Performanceeinbußen!
Bei neuen PII-Prozessoren sind die Leistungsreserven fast immer so hoch, daß er sich ruhig einmal "verspekulieren" darf.
Sollten wir User uns jedoch noch in der normalen "Pentiumklasse" bewegen, stellen wir besser "Disabled" ein.

Turn-Around Insertion
Hat man hir "Enabled" eingestellt, wird zwischen jedem Speicherzugriff ein Waitstate ausgeführt, Zei geht verloren.
Sind oben die Timing-Optionen sauber, stellen Sie ruhig auf "Disabled".

ISA Clock
Bei neueren Mainboards ist der Taktzyklus der ISA-Karten ein hier einzustellender Bruchteil des PCI-Bustaktes. In der Regel beträgt er 1/4 ("PCICLK/4") des PCI-Bustaktes, also bei 33 MHz ist er 8,33 MHz. Wird das Taktverhältnis auf "PCICLK/3" eingestellt, werden die ISA-Karten nach den Konventionen mit 11 MHz zwar übertaktet, aber die meisten von ihnen vertragen das schon. Am besten also ausprobieren.

AT Bus Clock
Dieser Absatz gilt nur für ältere BIOS-Versionen!
Hier stellen Sie die Geschwindigkeit für ISA-Karten ein. Normalerweise beträgt diese 8-MHz. Achtung, Sie erhalten nur einen Bruchwert von der Geschwindigkeit der Hauptplatine. Bei einem DX/2-80, läuft Ihre Hauptplatine auf 40-MHz (80-MHz laufen nur CPU-intern). Eine Einstellung von CLK/4 bedeutet, daß Ihre ISA-Karten mit 10-MHz angesteuert werden.

BIOS Cacheable
System Bios Cacheable
Über diesen Schalter bestimmen Sie, ob das BIOS des Rechners auch dann gecacht werden soll, wenn Sie das "Shadow" eingeschaltet haben. Das BIOS wird also nicht nur ins RAM geladen, sondern wird auch im schnelleren CACHE gehalten. Solange keine Probleme auftreten, sollte dieses Feature "Enabled" bzw. bei älteren Versionen "cacheable" sein, weil alle BIOS-betreffenden Punkte beschleunigt werden.

Videos Bios Cacheable
Für das Video-BIOS gilt dasselbe, wie für das normale BIOS. Auch hier ist die Einstellung der Wahl "Enabled" bzw. "cacheable" bei älteren Versionen.

Optionale Caches: Video und BIOS
Sowohl das AMI- als auch das AWARD-BIOS lassen sich so einstellen, daß auch Video- und BIOS-Zugriffe vom Cache berücksichtigt werden. Hier müssen Sie eines wissen: Je mehr Aufgaben der Cache-Speicher hat, um so größer wird sein Verwaltungsaufwand und damit seine Effizienz kleiner. Es lohnt sich also nicht generell, Video- und BIOS-Zugriffe ins Cache einzubeziehen. Es gelten folgende Regeln: Prinzipiell lohnt das Einbeziehen des BIOS in den Cache nur für den MS-DOS-Betrieb. Das Video-BIOS sollte nur dann »gecacht« werden, wenn Sie die Grafikkarte intensiv ausnutzen. Geht es mehr um Rechenpower der CPU, sollte Video nicht gecacht werden. Abhängig von Ihrer BIOS-Version sind entweder Video und BIOS cacheable oder nur Video:
Video cacheable option: enabled/diabled
BIOS cacheable Option: enabled/disabled

8 Bit I / O Recovery Time
Tritt bei älteren ISA-Karten in Aktion.
Der hier gesetzte Wert gibt die Anzahl der Wartezyklen zwischen Ein- und Ausgabebefehl auf den Karten an. Optimaler Wert: "1", sollten die ISA-Karten jedoch "hängen", müßte der Wert höher gesetzt werden.

16 Bit I / O Recovery Time
Das gleiche wie bei "8 bit recovery time", betroffen meistens nicht mehr die "Asbach-Uralt-Karten".

Memory Hole At 15M-16M
Bei älteren Win-Versionen war der zu adressierende Speicherbereich begrenzt. Bei Win95 ist diese Option auf "Disabled" zu stellen. Andernfalls kann Windows den Speicherbereich oberhalb von 15MB nicht mehr adressieren, also auch nicht mehr nutzen.
Sollte jedoch eine schon etwas betagte ISA-Grafikkarte mit "Frame Buffer" noch ihren Dienst im System verrichten, sie schleunigst entfernen oder hier "enabled" einstellen.

Peer Concurrency
Sollte auf "Enabled" stehen, damit Prozessor und PCI-Busmasterkarten gleichzeitig auf RAM-Hauptspeicher oder Cache zugreifen können. Im anderen Fall können die Zugriffe nur nacheinander erfolgen, so daß öfters Waitstates eingelegt werden müssen.

DRAM ECC / Parity Select
Bei Verwendung von DRAM-Modulen mit Parity-Bit werden ständig Prüfsummen zur Kontrolle gebildet. Tritt nun ein Fehler auf, kommt es zu einer Unstimmigkeit beim Parity-Vergleich und das System hält an.
Mit dieser Option kann nun festgelegt werden, ob dieser erkannte Fehler nach dem "ECC-Verfahren" (System korrigiert selbstständig Fehler die eine Breite von einem Bit nicht überschreiten, User merkt davon nichts) oder nach "Parity-Verfahren" (System bleibt stehen, Fehlermeldung, bei vermehrten Fehlern Speicher testen) behandelt wird. Sind DRAMs ohne Parity-Bit im System, sollte hier "Parity" stehen.

Memory Parity/ECC Check
Moderne und aktuelle BIOS-Versionen erkennen selbstständig den verwendeten Speichertyp.
Also auch, ob mit "Parity-Bit" zur Fehlerkorrektur gearbeitet wird. In dieser Option sollte "Auto" stehen, somit werden auch die Parameter der vorhergehenden Option automatisch akzeptiert.

Single Bit Error Report
Ist die Fehlerprüfung aktiviert, kann der User hier festlegen, ob das System in jedem Fall bei Abweichung um 1 Bit schon angehalten werden soll. Einerseits, was ist schon 1 Bit? Andererseits, es kann entscheidend sein oder der Anfang von echten Problemen im Speicherbereich. Empfehlung: "Enabled".

L2 Cache Cacheable Size
Ist der Rechner mit maximal 64 MB oder weniger Hauptspeicher ausgestattet, sollte hier "64MB" gewählt werden.
Dieser Hauptspeicherbereich kann in der Regel von jedem Mainboard im 2nd-Level-Cache bedient werden, da hierfür nur ein Tag-RAM 8k x 8 benötigt wird, das eben fast alle Mainboard-Hersteller spendieren.
Sollte der Speicherausbau über 64MB hinausgehen, sieht die Sache leider etwas anders aus. Der Triton-II-Chipsatz kann zwar theoretisch bis 512MB RAM verwalten, dafür müßte aber ein größeres Tag-RAM oder zumindest ein zweites vorhanden sein, was aber aus Kostengründen viele Hersteller unterlassen. Ist zumindest der Sockel für ein zweites Tag- RAM vorhanden, kann man den Baustein noch selber nachrüsten. Dann müßte unter dieser Option auch "512MB" gewählt werden.
Sollte aber der verwaltete Speicher bis maximal 64 MB nur verwaltet werden können, oder man hat hier fälschlicherweise falsche Option gewählt, geht die Performance gewaltig in den "Keller".

Chipset NA# Asserted
Sollte auf "Enabled" stehen. Mir ist kein Fall bekann, wo man diese Option deaktivieren sollte. Wird bei heutigen BIOS-Versionen nicht mehr angeboten.

Pipeline Cache Timing
Diese Option bestimmt die Arbeitsweise des Caches. Treten keine Probleme auf, sollte sie auf "Fastest" stehen. Ist gegenüber "Fast" um einige Prozentpunkte schneller.

RAS Pulse Width Refresh
Hier wird die Anzahl der CPU-Taktzyklen angegeben, nach denen das RAS-Signal erneuert wird. Dabei müssen die DRAM-Spezifikationen eingehalten werden, sind also zu wenig bzw. zu viele Zyklen, droht Speicherverlust.

RAS Precharge Time
Gibt die Anzahl der der Zyklen für das RAS (Row Address Strobe) an, in dessen Verlauf der Speicherinhalt neu geschrieben/erneuert werden muß, und zwar bevor das DRAM neu geschrieben werden kann. Ist die Zeit/Zyklen zu knapp bemessen, kann der Refresh des Speichers nicht komplett erfolgen und es droht Speicherverlust bzw. Fehler der vorhandenen Daten.

RAS to CAS Delay
Wenn das DRAM aufgefrischt wird, wird das bei Zeilen und Kolumnen getrennt gemacht. Dieser Menüpunkt erlaubt erlaubt also, das Timing des Übergangs von RAS (Row Address Strobe) zu CAS (Column Address Strobe) zu bestimmen.

CPU to PCI Post Write
Steht hier "Enabled", werden Schreibvorgänge der CPU zum PCI-Bus gepuffert / zwischengespeichert. Damit soll der Geschwindigkeitsunterschied zwischen CPU und dem langsameren PCI-Bus kompensiert werden.
Steht hier "Disabled", werden die Schreibvorgänge nicht gepuffert und die CPU muß mehrere Wartezyklen einlegen, bevor sie einen neuen Schreibzyklus starten kann.

ISA Bus Clock Frequency
Bei neueren Mainboards ist der Taktzyklus der ISA-Karten ein hier einzustellender Bruchteil des PCI-Bustaktes. In der Regel beträgt er 1/4 ("PCICLK/4") des PCI-Bustaktes, also bei 33 MHz ist er 8,33 MHz. Wird das Taktverhältnis auf "PCICLK/3" eingestellt, werden die ISA-Karten nach den Konventionen mit 11 MHz zwar übertaktet, aber die meisten von ihnen vertragen das schon. Am besten also ausprobieren.

NA# Enable
Sollte auf "Enabled" stehen. Dadurch wird der CPU vom Chipsatz eine neue Speicher-Adresse mitgeteilt, und zwar bevor der ganze Datentransfer des momentanen Zyklus beendet ist. Dadurch erfolgt eine Geschwindigkeitssteigerung.

SDRAM CAS Latency
Ist synchrones DRAM installiert, ist die Anzahl der Uhrenzyklen des CAS, wenn auch verborgen, abhängig vom DRAM-Timing. Also ist es nicht ratsam, diese Option von der Default-Einstellung abzuändern.

SDRAM WR Retire State
Entsprechend des verwendeten DRAM-Speichers und dessen Spezifikationen muß hier das korrekte Timing für den Datentransfer zwischen Schreibpuffer und Speicher gewählt werden.

SDRAM Wait State Control
Sollte es notwendig werden, können hier Wartezyklen in den Zyklus des Speicherzugriffs eingeschoben werden.

RAMW# Assertion Timing
RAMW ist ein Output-Signal, um einen lokalen Schreibzugriff auf den Speicher zu gewähren. Entsprechend der DRAM-Spezifikation kann hier "Normal" oder "Faster" gewählt werden. Der Unterschied besteht in einem Timer-Signalunterschied.

CAS Precharge Time (EDO)
Gilt nur bei Verwendung von EDO-Speicher!
Gibt die Anzahl der der Zyklen für das CAS (Column Address Strobe) an, in dessen Verlauf der Speicherinhalt neu geschrieben/erneuert werden muß, und zwar bevor das EDO-RAM neu geschrieben werden kann. Ist die Zeit/Zyklen zu knapp bemessen, kann der Refresh des Speichers nicht komplett erfolgen und es droht Speicherverlust bzw. Fehler der vorhandenen Daten.

CAS# Pulse Width for EDO
Gilt nur bei Verwendung von EDO-Speicher!
Hier wird die Dauer des CAS-Signals in Form von Zeitzyklen des Timers gesetzt.

CAS Precharge Time (FP)
Gilt nur bei Verwendung von FP-Speicher (Fast Page)!
Gibt die Anzahl der der Zyklen für das CAS (Column Address Strobe) an, in dessen Verlauf der Speicherinhalt neu geschrieben/erneuert werden muß, und zwar bevor das FP-RAM neu geschrieben werden kann. Ist die Zeit/Zyklen zu knapp bemessen, kann der Refresh des Speichers nicht komplett erfolgen und es droht Speicherverlust bzw. Fehler der vorhandenen Daten.

CAS# Pulse Width for FP
Gilt nur bei Verwendung von FP-Speicher (Fast Page)!
Hier wird die Dauer des CAS-Signals in Form von Zeitzyklen des Timers gesetzt.

Enhanced Memory Write
Hier kann über "Enabled" oder "Disabled" bestimmt werden, wie der Speicherschreibzugriff erfolgt sowie der Befehl "Ungültig" über PCI-Bus behandelt wird.
Hier muß "Disabled" stehen, wenn der Second-Level-Cache 512KB groß ist, aber das TAG-RAM nur 8bit hat.

Read Prefetch Memory RD
Steht hier "Enabled", ist das System in der Lage, schon während des laufenden Prozesses die nächste Anweisung einzulesen und den nächsten Prozess einzuleiten.

CPU to PCI Burst Mem. WR
Dieser Punkt steht primär bei Verwendung des SiS5597-Chipsatzes.
Steht hier "Enabled", wird dem Chipsatz gestattet, große PCI-Anweisungsketten, die im Speicher gehalten werden, zu assemblieren (umsetzen in Maschinensprache).

AGP Aperture Size
Hier kann die Größe der Speicherreservierung für den Accelerated Graphics Port gewählt werden. Dieser Bereich ist ein Teil der PCI-Speicheradressen, die für Grafikspeicher im BIOS reserviert werden. Systemzyklen, die auf diesen Bereich zugreifen, werden durch den AGP-Bus direkt weitergeleitet, eine Bearbeitung durch die CPU entfällt. Somit ist ein schnellerer Datentransfer von und zur Grafikkarte gewährleistet.

Current...(Überwachungsfunktionen des Mainboards)

MA Current Rating
Die aktuelle Strombelastung des Boards in Milliampere.
Current CPUFAN Speed
Gibt die momentante CPU-Lüftergeschwindigkeit in RPM (Umdrehung / Minute) an.
Current CPU VCore
Gibt die vorhandene CPU-Kernspannung in Volt an. Dieses setzt eine automatische CPU-Erkennung voraus.
Sollte hier CPU Core Voltage mit Auswahlmöglichkeiten stehen, muß hier die passende Core-Spannung gewählt werden, oder besser der Eintrag "Auto".
Current +3.3 V
Gibt die momentan gemessene 3,3-Volt-Spannung an. Im Leerlauf kann sie etwas höher sein.
Current +5 V
Gibt die momentan gemessene 5-Volt-Spannung an. Im Leerlauf kann sie etwas höher sein.
Current +12 V
Gibt die momentan gemessene 12-Volt-Spannung an. Im Leerlauf kann sie etwas höher sein.