Powermanagment

Power Management
Bei "Enabled" werden die Stromsparmaßnahmen aktiviert.
Diese Maßnahmen sollten jedoch vom Wirksamwerden her nicht zu kurz gewählt werden. Denn wenn der Rechner, die Platte und Monitor schon nach kurzer Zeit in den Sparmodus gehen, sie aber dann gleich wieder benutzt werden und hochfahren müssen, spart man kaum Energie. Manchmal sogar im Gegenteil: Eine Platte, die wieder auf volle Drehzahl beschleunigt werden muß, benötigt sogar recht viel Energie. Und dem Monitor täte, wie anderen Komponenten auch, ständiges Rauf- und Runterfahren nicht besonders gut.
Bei längeren Pausen ist diese Funktion durchaus angebracht.
Wählbare Optionen:
-Enabled: Nachfolgend aufgeführte Optionen sind anwählbar.
-Disabled: Stromsparmaßnahmen generell ausgeschaltet (Nicht zu verwechseln mit systemeigenen Bildschirmschonern!).
Bei einigen BIOS-Versionen weiter wählbar:
-Max Saving: Hoher Spargrad, Komponenten werden ganz runter gefahren.
-Min Saving: Niedriger Spargrad, Komponenten wie z.B. Monitore werden nur mittelmäßig runtergefahren, "heizen" also etwas weniger.
-User Defined: Der Anwender hat mehr Eingriffsmöglichkeiten, um gezielt Sparmaßnahmen nach eigenen Vorstellungen durchzuführen.

PM Control by APM
Standardeinstellung: "Yes".
Ein Betriebssystem wie Windows 95/98 besitzt ein Advanced Power Management.
Mit "Yes" übergibt man die Kontrolle über Stromsparmaßnahmen an das Betriebssystem.
Mit "No" kann man alternativ die Durchführung der Maßnahmen selber versuchen, was aber etwas mühsam ist.

Video Off Method
Hier kann man wählen, wie der Monitor die Stromsparmaßnahme durchführen soll.
-DPMS (Support): Grundeinstellung. Seit 1996 bei Grafikkarten/Systeme und Monitoren eigentlich Standard. Beide unterstützen das VESA Display Power Monitoring Signaling, sie kommunizieren miteinander.
-Blank Screen: Es werden lediglich Leerzeichen an den Monitor geschickt, also schwarzer Bildschirm.
-V/H-SYNC+Blank: Zusätzlich zu den Leerzeichen werden die Vertikal- und Horizontal-Synchronsignale abgeschaltet. Fehlt diese Synchronisation, schalten viele Monitore sowieso aus.

Standby-Mode
Grundeinstellung: Disable
Die Alternative ist eine Zeit zwischen 1 Minute und 1 Stunde vorzugeben, nach deren Ablauf der Timer die Stromsparmaßnahme einleitet.
Im Standby-Modus schalten sich Bildschirm und Festplatte(n) ab, wobei die Fsetplatte unter HDD Power Down bei einigen BIOS-Versionen auch seperat einzustellen ist.


Suspend Mode
Eine Zeit zwischen 1 Minute und 1 Stunde ist vorzugeben, nach deren Ablauf der Timer die Stromsparmaßnahme einleitet.
Sämtliche Komponenten werden in den Stromsparmodus versetzt, oder besser gesagt, das BIOS versucht dieses mit möglichst vielen zu tun.


HDD Power Down
Eine Zeit zwischen 1 und 15 Minute ist vorzugeben, nach deren Ablauf der Timer die Stromsparmaßnahme einleitet.
Die Festplatte soll "in den Schlaf geschickt werden".

Doze Mode
Nur der Prozessor wird in den Stromsparmodus versetzt. Beziehungsweise wird die Prozessorgeschwindigkeit heruntergetaktet, was gegebenenfalls unter der Option
Doze Speed als Teilungsverhältnis zur vollen Geschwindigkeit gewählt werden kann.
Throttle Duty Cycle kann dieser Menüpunkt auch heißen, unter dem dann der Prozentsatz an Leistung gewählt werden kann, die der Prozessor im Doze Mode abgeben soll.
Dieses Herunterfahren der Prozessorleistung ist eigentlich vorteilshaft, denn die meiste Zeit wartet er ohnehin auf Eingaben und dreht in einer Endlosschleife Warterunden. Dieses nun langsamere "Drehen" spart erstens Energie, zweitens kann der Prozessor etwas abkühlen.

Wake Up Events In Doze & Standby
Hier können die Interrupts angegeben werden, bei deren Aktivierung der Rechner wieder "aufwachen" soll. Wird einer dieser mit "ON" aktivierten IRQs von einem externen Gerät ausgelöst, die ständig vom BIOS überwacht werden, fährt der Rechner aus dem Stromsparmodus wieder hoch.
Der Interrupt 3 steht für die zweite und der Interrupt 4 für die erste serielle Schnittstelle.
Der Interrupt 12 wird von der PS/2-Maus benutzt.
IRQ 8 Clock Event / IRQ 8 Break Suspend
Bei einigen BIOS-Versionen kann auch der IRQ 8 aktiviert werden, der von der Echtzeituhr (Real Time Clock) benutzt wird. Den Timer kann man dann praktisch als Wecker für sein "Büroschläfchen" nutzen.

Power Down & Resume Events
In dieser Liste werden die Interrupts mit "ON" gekennzeichnet, deren Auslösung das System aus dem Suspend-Modus wieder hochfahren lassen sollen.

Modem Use IRQ
Hier läßt sich die Interrupt-Leitung eines angeschlossenen Modems wählen.
Interrupt 3 steht für die zweite serielle Schnittstelle,
Interrupt 4 steht für die erste serielle Schnittstelle.
Soll das Modem auch für den Faxempfang benutzt werden, muß der Rechner hochfahren sobald das Modem ein ankommendes Fax über Auslösen des Interrupts meldet.

Resume by Ring
Funktionsweise wie Modem Use IRQ, Optionen sind "Enabled" und "Disabled".
Bei "Enabled" zeigt die Ring-Indicator-Leitung einen ankommenden Anruf am Modem. Der Rechner fährt aus dem Stromsparmodus hoch. Bei neueren Systemen mit software-gesteuerten ATX-Netzteilen wird der Rechner sogar aus dem quasi abgeschalteten Zustand hochgefahren, wenn also quasi bei Verlassen von Windows dieses den Rechner "ausschaltet".

VGA-Active Monitor
Bei "Enabled" lassen Aktivität der Grafikkarte das System aus dem Standby-Modus wieder hochfahren.

CPU Fan Off in Suspend
Bei "Enabled" schaltet das BIOS im Suspend-Modus den Prozessorlüfter aus.